Anmerkungen zur Transkription

Das Original ist in Fraktur gesetzt.Im Original gesperrter Text ist so markiert.Im Original in Antiqua gesetzter Text ist so ausgezeichnet.

Das tironische etc. wird so dargestellt: ⁊c.

Weitere Anmerkungen zur Transkription befinden sicham Ende des Buches.

Cover

Im schwarzen Walfisch zu Askalon

Die Zeitbücher, Band 72


Im schwarzen Walfisch
zu Askalon

Rastlieder von
Joseph Victor v. Scheffel

Ausgewählt von
Walter Jerven

Signet

Reuß & Itta, Verlagsanstalt, Konstanz a. B.


Alle Rechte vorbehalten
Einbandentwurf von Kasia von Szadurska
Copyright 1917 by Reuß & Itta, Konstanz (Baden)


[5]

Altassyrisch

Im schwarzen Walfisch zu Askalon
da trank ein Mann drei Tag,
bis daß er steif wie ein Besenstiel
am Marmortische lag.
Im schwarzen Walfisch zu Askalon
da sprach der Wirt: »Halt an!
der trinkt von meinem Dattelsaft
mehr als er zahlen kann.«
Im schwarzen Walfisch zu Askalon
da bracht' der Kellner Schar
in Keilschrift auf sechs Ziegelstein
dem Gast die Rechnung dar.
Im schwarzen Walfisch zu Askalon
da sprach der Gast: »O weh!
mein bares Geld ging alles drauf
im Lamm zu Niniveh!«
Im schwarzen Walfisch zu Askalon
da schlug die Uhr halb vier,
da warf der Hausknecht aus Nubierland
den Fremden vor die Tür.
[6]
Im schwarzen Walfisch zu Askalon
wird kein Prophet geehrt,
und wer vergnügt dort leben will,
zahlt bar, was er verzehrt.

[7]

Der Fünfundsechziger

In luftiger Trinkkemenaten
– den Ort gesteht man nicht ein –
da prüften drei späte Nomaden
den edelsten pfälzischen Wein.
Aus rötlichen Römern erblinkte
des Rieslings feinperlendes Gold,
des Höhensaums Rebgeländ' winkte
im Mondschein den Trinkenden hold.
...

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